Chronik

Am 4. Januar 1933 erschien in der Friedrichsfelder Zeitung eine Anzeige folgenden Inhalts: „Wie in den anderen Gemeinden unserer nächsten Umgebung, beabsichtigen auch wir in Friedrichsfeld die Gründung einer Ortsgruppe mit dem Ziel Förderung des Obstbaues durch gegenseitige Belehrung im Anbau, der Baumpflege, der Schädlingsbekämpfung, der Obstbehandlung, Verwertung und Absatz“. 13 Bürger aus Friedrichsfeld kamen daraufhin am 8. Januar 1933 in das ehemalige „Cafe Treiber“, Vogesenstrasse 89 und beschlossen nachregen Aussprachen die Gründung des Obstbauvereins Friedrichsfeld mit Anschluss an den Bezirksbauverein Ladenburg.Der 1. Vorsitzende desBezirksobstbauvereins Ladenburg, Herr Lackert, gab hierzu Einblick in die Bedeutung des Obstbaus und den Zusammenschluss der Obstbau- interessenten. Per Akklamation wurden folgende Mitglieder in die erste Vorstandschaft unseres Vereins gewählt:

1. Obmann: Georg Heil
Vertreter: Gustav Herrmann
Diener (Kassier): Georg Schöll
Lagerhalter: Michael Treiber

Die weiteren Gründungsmitglieder waren:

Otto Müller, Georg Apfel, Lampert Haberstroh, Ludwig Wipfler, Gustav Maaß, Wilhelm Geißer, Jakob Möhlinger, Eugen Mühlbauer, Richard Synatschke und Herr Lackert, Ladenburg.

Es ging sogleich an die Arbeit: Versammlungen und Rundgänge wurden durchgeführt und Bezirksversammlungen in Ladenburg besucht, um sich Obstanbau weiterzubilden und das Gehörte den Mitgliedern weiterzugeben. Die erste Anschaffung war eine Baumspritze auf dem Beleihungswege (das Geld war knapp, der Kassenbestand betrug 13,00 Reichsmark).

Nach einem Rundgang in Edingen war man bereit, mit der Gemeinde Edingen zusammenzuarbeiten und dafür zu sorgen, daß nicht nur die Bäume der im Obstbauverein angeschlossenen Mitglieder, sondern sämtliche Bäume der ganzen Gemarkung gründlich gesäubert werden. In Friedrichsfeld betraf es die ehemaligen Mostobstbäume an der Schwetzinger Landstrasse.

Nach 2 Jahren zählte der Verein bereits 58 Mitglieder. Auf allgemeinen Wunsch wurde in der Vogesenstraße (Treiber) eine Obstsammelstelle eingerichtet. Für an der Sammelstelle abgegebenes Obst erzielte am sehr gute Preise. Es wurde auch vereinbart, Lehrfahrten für die Mitglieder zu unternehmen. Die erste Fahrt ging in die Pfalz zum Limburger Hof. Diese Lehrfahrten werden auch heute nach 80 Jahren noch durchgeführt. Auch in den kommenden Jahren hat der Obstbauverein Friedrichsfeld ihrer immer steigenden Mitgliederzahl viel geboten, wie zum Beispiel Beschaffung von Torf, Düngemittel, Schädlingsbekämpfungsmittel und das Wissen zu all den Arbeiten im Garten in Theorie und Praxis.

Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft ! Seit 1936 erhält jedes Mitglied beim Besuch der Generalversammlung ein nettes Geschaenk in Form von einem Blumenstock, Blütensträucher, Gartengeräte u.a.m.

Im Jahre 1939 fand die erste Obstausstellung im Gasthaus „Kochemetzger“ heute Friedrichsfelder Hof statt. Es wurden Erträge aus unserem Ortsteil ausgestellt. Im gleichen Jahr schied man aus dem Bezirksverein Ladenburg aus und wurde vom Bezirksverein Mannheim-Stadt zusammen mit den Vororten Neckarau, Käfertal, Sandhofen und Wallstadt aufgenommen.

Hier war der Friedrichsfelder Obstbauverein der stärkste und rührigste.

Bei der im Dezember 1939 stattgefundenen Gernalversammlung schie der langjährige Obmann Heil aus. Als Nachfolger wurde alfons Puck gewählt. In den darauffolgenden Kriegsjahren änderte sich nicht viel im Vereinsleben. Die vorangegangene Arbeit hatte sich bewährt und wurde in diesem Sinne weitergeführt.

Herr Rektor Frei übernahm im Jahre 1942 die Vereinsführung. Da der Verein die stattliche Mitgliederzahl von 200 erreicht hatte, muße ein größeres Vereinslokal gewählt werden. Neues Domizil was das Gasthaus „Kochemetzger“.

Im Jahre 1943 konnte das 10 jährige Bestehen gefeiert werden, woran sich Herr Gartenbaudirektor Bußjäger mit einem Vortrag beteiligte. Die Freude währte leider nicht lange. Während der letzten Kriegsjahre ruhte die Vereinsarbeit bis zur Wiederzulassung im Jahre 1947.

Ab diesem Zeitpunkt übernahm der ehemalige Vorsitzende Rektor Frei wieder die Geschicke des Vereins mit einem Mitgliederstand von 280 Personen. Dadurch war die Möglichkeit gegeben, den Mitgliedern Spritzmittel und Torf billiger anzubieten. Es wurden auch wieder Versammlungen durchgeführt. Vorträge gehalten und Rundgänge und Lehrfahrten neu ins Programm aufgenommen. Alles hatte sich wieder normalisiert.

Im Jahre 1951 übernahm Gärtner Karl Gropp den Vorstand. Nachdem nun in der freien Marktwirtschaft alle Produkte wieder erhältlich waren, ging die Mitgliederzahl zurück. Der Verein blieb aber trotzdem aktiv und nahm zum Obstanbau noch den Gemüse- und Blumenanbau hinzu. Die Mitglieder erhielten für die neuen Gebiete theoretische und praktische Unterweisungen. Im gleichen Jahr erfolgte der Zusammenschluss der beiden Bezirksvereine Stadt und Land und man war nun wieder bei der „alten Bekannten“ aus dem Jahre 1933.

Durch die Schließung mehrerer Lokale am Ort wurde das Gasthaus „Zum Pflug“ neues Vereinslokal. Hier wurden die Versammlungen abgehalten. 1956 wurde zum ersten Mal eine Erntedankfeier druchgeführt, die von der Bevölkerung herzlich aufgenommen wurde. Im Dezember 1957 feierte der Verein im Kreise seiner Mitglieder sein 25-jähriges Vereinsjubiläum und ehrte die noch lebenden Gründungs- mitglieder: Treiber, Maaß, Wipfler, Herrmann, Möhlinger, Mühlbauer und Lackert.

Die Vorstandschaft unter Vorsitz von Gärtner Gropp führte die Geschicke des Vereins 15 Jahre lang. In dieser Zeit hatte sich der Verein zusehends in seiner Popularität gesteigert. Bekannte Fachkräfte in Stadt und Land sowie aus den eigenen Reihen hielten interessante, lehrreiche Vorträge, die sich allgemeiner Beliebtheit erfreuten. Von den Rednern sollten nur einige genannt werden: Obstbauamtmann Martin, Willi Volk und Julius Knebel aus Ladenburg, sowie Gartenbaudirektor Bußjäger und Obstbauinspektor Kemmer aus Mannheim und nicht zuletzt unser langjähriger Kassier Georg Hetzel, der auch heute noch in vielen Vorträgen seine Kenntnisse weitergibt.

Die große Nachfrage nach Äpfeln in den 60er Jahren veranlasste den Verein, eine Obstbaugenossenschaft in Friedrichsfeld zu gründen. Die Vorstandschaft trat mit Frau Stadtratin und Mitglied Lilli Gräber und anderen führenden Persönlichkeiten in Verbindung. Diese setzten sich dafür ein, Gelände für eine derartige Obstanlage von der Stadt Mannheim zu beschaffen. Dies gelang nach schwierigen Verhandlungen.

Der erste Spatenstich wurde im Oktober 1966 von Bürgermeister Dr. Bruche vollzogen. Die Anlage umfasste 2,3 ha und 29 Reihen und ca. 1500 Apfelbäumen verschiedener Sorten. Sie wurden vom 1. Vorsitzenden der Genossenschaft, Georg Hetzel, verwaltet und war ein Teil des Vereins mit dem Namen „Obstbaugenossenschaft Mannheim-Friedrichsfeld“. Sie bestand 16 Jahre, musste aber Ende 1982 wegen einem unbekämpfbaren Virusbefall gerodet werden.

Im Jahre 1966 schied der erste Vorsitzende des Obstbauvereins Gropp aus.

An seine Stelle trat Obergärtner Martin Eichhorn.

Der Obst-und Gartenbauverein Mannheim-Friedrichsfeld kann stolz auf die bis dato vergangenen 50 Jahre zurückblicken. Er ist immer bemüht, langjährige Erfahrung und neue Erkenntnisse zu vermitteln und nach besten Wissen anzuwenden und seine Mitglieder in Theorie (Lehr- und Diavorträge, Schulungsabende) und Praxis (Rundgänge und Schneidkurse) zu beraten. Tagesausflüge und 5-Tages-Reisen in die nähere und weitere Umgebung, Besichtigungen Garten-und Lehrschauen sollen zur Freude und Erholung der großen Gartenfamilie beitragen. Die Erntedankfeier des Obst-und Gartenbauvereins mit der seit 25 Jahren stattfindenden Prämierung „unser Dorf soll schöner werden“, dem sich vor einigen Jahren auch der Kleingärtnerverein und die Siedlergemeinschaft anschlossen, gehören zu einer Institution, die man sich aus unserem Vorort nicht mehr wegdenken kann.

Der Obstbauverein hat wiederholt mit Blumenschmuck, Pflanzungen von Bäumen und Stauden zur Verschönerung des Ortsbildes beigetragen. Außerdem veranstaltet er einen Blumenschmuckwettbewerb, dessen Preisträger im Rahmen der Feierlichkeiten zum Erntedank ausgezeichnet wurden. Freude, etwas mit zu gestalten und die daraus resultierende Anerkennung, bilden den besten Ansporn um gemeinsame Ziele verwirklichen zu wollen, zum Beispiel die Aktion Verschönerung unseres Ortes Mannheim-Friedrichsfeld.

Jedes Jahr versucht der Obst-und Garenbauverein alte Ideen wieder neu aufzugreifen und neu ins Gespräch zu bringen. So gehört die Pflege des Vorplatzes vom Friedrichsfelder Denkmal mit Blumenzwiebeln zu einer immer wiederkehrenden Aktion – eine Attraktion den Rasen dort im Frühjahr mit einer großen Anzahl von Frühlingsblütlern geschmückt anzusehen. Auch der bekannte Bechererplatz in unserem Ort wird regelmäßig mit Blumenzwiebeln im Herbst bepflanzt.

Das Rathaus und auch die Schule in unserem Stadtteil, die der Obst-und Gartenbauverein alljährlich mit Hängegeranien schmückt, sind Zeichen eines schönen Brauchs geworden.

Nicht zu vergessen sind unsere Hochstämme (Äpfel und Birne) gegenüber dem Friedrichsfelder Denkmal, die von uns eingepflanzt wurden und auch von unseren Mitgliedern regelmä0ig gepflegt werden.

Eine weitere wichtige Aufgabe unseres Veeins ist die Durchführung von Schneide- und Ausdünnungskursen bei Kernobst, bei dem Obstbaumbesitzer lernen sollen, Ihre Bäume ertragbringend zu erziehen.

Diese unterschiedlichen Varianten von Schneidkursen bieten wir für Kern- und Steinobst an. Bei Pfirsichen ist eine besondere Schnitttechnik erforderlich. In unserem Schulungsangebot bieten wir deshalb einen extra Schneidekurs zum Thema Pfirsichschnitt an.

Des weiteren haben wir auch einen Schneidekurs für Beerenobst auf unserem Lehrplan. Den Ausdünnungskurs führen wir Anfang Juni an Kernobst durch. Der entsprechende Behang wird zur Ernte deutlich sichtbar durch große ausgereifte Früchte,

Die Schneide- und Ausdünnungskurse wiederholen wir jedes Jahr, sie sind fester Bestandteil unserer Information für interessierte Hobbygärtner. Unsere Kurse finden in den Gärten von Lothar Maurer, Karl-Heinz Eichhorn und Siegfried Bock statt.

Falls ein Mitglied oder Interessent den Wunsch hat, in seinem Garten einen Schneidekurs druchzuführen, kommen wir gerne diesem Wunsch nach.

Besonderes der der Blumenschmuckwettbewerb, der unter der Schirmherrschaft von zwei Vereinen ausgerichtet wird, dem Obst-und Gartenbauverein und der Siedlergemeinschaft freut sich wachsender Beliebtheit bei den Bürgern. Die Stadt Mannheim stiftet hierbei des Auszeichnungen in Form von prächtigen Blumenschalen. Dieser Wettbewerb bietet für die Beteiligten einen großen Ansporn, ihre Gärten, Vorgärten, Fenster und Balkone nach allen Regeln der Kunst zu schmücken um dann beim Erntedankfest die Auszeichnung zu erhalten. Zweck dieser Aktion ist die Besitzer einer Wohnungs bez. eines Gartens dazu zu animieren, ihre Kreativität walten zu lassen und schöpferisch aktiv zu sein. Nutznießer dieser Veranstaltungsreihe sind gleich mehrere, der Teilnehmer am Blumen- schmuckwettbewerb selbst und letzt endlich auch der ganze Ort, dem durch die reichhaltig geschmückten Gärten und Balkone der Teilnehmer eine Verschönerung des Ortes angedeiht.

Eine Teilnahme am Friedrichsfelder Sommertagszug ist schon zur Tradition für den Obst-und Gartenbauverein geworden. Bei dieser von der Friedrichsfelder Interessengemeinschaft ins Leben gerufenen Veranstaltung stellt unser Verein ein mit üppig geschmückten Blumen versehenes Gefährt – den „Frühlingswagen“. Mit Stolz können wir behaupten, dass dieser von uns nach Gärtnerkunst musterhaft geschmückte Festwagen, alle Jahre besondere Beachtung genießt.

Eine vom Landesverband für Obstbau und Landschaft ins Leben gerufene Veranstaltung – derTag der „offenen Gartentür“ ist auch in Friedrichsfeld zu einer sehr interessanten Festlichkeit geworden. Unsere Mitglieder Martin Eichhorn, Lothar Maurer und Karl-Heinz Eichhorn stellten bisher ihre Gärten für die Besichtigung der Öffentlichkeit zur Verfügung. Bei unserer letzten Veranstaltung im Garten von Karl-Heinz Eichhorn würden weit mehr als 400 Besucher gezählt. Diese Veranstaltung zählt zu einer der besten Werbekampagnen für unseren Obst-und Gartenbauverein. Unser Verein ist auch aktiv beteiligt bei der von der Stadt Mannheim eingeführten Reinigungswoche -damit tragen wir dem Anspruch Rechnung, unseren Ortsteil möglichst gepflegt erscheinen zu lassen. Leider muss man sich hier fragen dürfen, ob unsere Mitbürger unbedingt ihren Müll arglos in die Gegend werfen und andere diesen dann wieder aufsammeln müssen. Das sogenannte Umweltdenken ist leider noch nicht in allen Köpfen manifestiert.

Nicht zu vergessen ist unsere Maßnahme in verschiedenen Abständen Bodenproben erstellen zu lassen, um unsere Mitglieder und auch sonst Interessierten bei der umweltfreundlichen Düngung zu helfen. Vermeiden wollen wir auf jeden Fall, daß unsere Pfleanzen mit einem Überangebot von Düngern praktisch todgedüngt werden und wir so den Stickstoff im Grundwasser anreichern. Leider gibt es auch Naturfreunde, die nach dem Motto vorgehen -lieber etwas mehr- kann ja nicht schaden- diese Einstellung wollen wir versuchen zu korrigieren.

Sehr wichtig halten wir auch in unserem Schulungsprogramm die Kunst des Veredelns vielseitig zu demonstrieren und die Interessenten dahin gehend zu motivieren, dass diese aktiv selbst einen neuen Baum zu Wuchs bringen, in dem sie eine neue Obstsorte oder einen Trieb einer höherwertigen Obstsorte auf einem Baum aufpfropfen und dieser dann anwächst. Der heran- wachsende Baum ist dann das Vorzeigestück für den „Veredelungskünstler, Themenschwerpunkte bei der Veredelung sind das Okulieren und Kopulieren.

Ein weiteres Thema bei unseren Schulungsabenden ist die Kompostierung von organisch anfallenden Abfällen sowohl aus dem Garten, als auch der Küche. Dieser Beitrag ist für unsere Mtglieder und Gartenfreunde sehr aufschlussreich, da sie so erfahren, wie sie Kompost zur eigenen Wiederverwendung im Garten selbst herstellen können und auf der anderen Seite die Müllabfuhr entlasten. Die anfallenden Materialien wie Laub, Reisig,Schnittholz, Grasschnitt, Gemüse und Küchenabfälle, sind wertvolle Rohstoffe, die im Garten sinnvoll wiederverwertet werden können. Dieser Vorspann ist somit ein sanfter Appell an alle, die Interesse am Thema Garten samt dem Gärtnern haben oder an die Menschen, denen eine grüne Umgebung Freude bereitet, Mitglied in unserem Friedrichsfelder Obst- und Gartenbauverein zu werden.

Wir schreiben mittlerweile das Jahr 2013 und somit unser 80jähriges Vereinsjubiläum. Den 1. Vorsitz hat unser langjähriger Vorstand Lothar Maurer nach 20 Jahren abgegeben. Einen Nachfolger konnte nach zähem Ringen im Februar dieses Jahres gefunden werden. Bei einer außerordentlichen Jahreshauptversammlung im Gasthaus „Zur Sonne“ erklärte sich Ludwig Mühlbauer bereit, den Vorsitz des Obst-und Gartenbauvereins zu übernehmen. Ludwig Mühlbauer stellte den anwesenden, zahlreichen Mitgliedern seine Vita dar. Er wurde von der Versammlung einstimmig zum 1. Vorsitzenden des Obst-und Gartenbauvereins Mannheim-Friedrichseld e.V. gewählt. Eine für den Verein recht heikle Situation konnte in letzter Minute abgewendet werden, denn sonst hätte der Verein ohne 1. Vorstand dagestanden und die Auflösung des Verein hatte gedroht. Ab Januar 2017 setzt sich die Vorstandschaft wie folgt zusammen:

1. Vorsitzender: Ludwig Mühlbauer
2. Vorsitzender: Karl-Heinz Eichhorn
Schriftführer: Siegfried Bock
Kassier: Annette Lentz
Beisitzer: Gerhard Schmitt
Wolfgang Weinkötz
Dieter Link
Lothar Maurer – Ehrenvorsitzender

Wie die Jahre vorher, wurden auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Schneidekurse in den Gärten von Siegfried Bock und Lothar Maurer abgehalten. Erfreulich bei diesen Kursen ist die große Anzahl von interessierten Mitgliedern und Gartenfreunden aus unserem Ortsteil und den benachbarten Gemeinden. 30-40 und mehr Besuchern waren fast jedes mal anwesend. Auf allgemeinen Wunsch werden wir im nächsten Jahr wieder einen Schneidekurs für Ziersträucher im Garten von Karl-Heinz Eichhorn durchführen.

Der allgemeine Tenor der Friedrichsfelder Bevölkerung über unseren „Frühlingswagen“ beim diesjährigen Sommertagszug war: der schönste Wagen des Zuges. Wie jedes Jahr stellte uns Familie Walter Ries den Wagen zur Verfügung und Herr Ries fuhr den Traktor. Dieses Jahr hatten wir einen Informationsstand in der Vogesenstraße 22 bei unserem 1. Vorsitzenden Ludwig Mühlbauer. Für die geleistete Arbeit an diesem Stand sei ihm und seiner Frau ein herzliches Dankeschön ausgesprochen. Aufgrund dieses Informationsstandes konnten wir einige neue Mitglieder gewinnen. Außerdem bekam jeder Besucher ein kleines Blumengeschenk. Der „Tag der offenen Gartentür“ Ende Juni im Garten der Familie Eichhorn in der Alteichwaldsiedlung war wie die Jahre zuvor, ein voller Erfolg. Es war eine kleine Völkerwanderung in den paradiesischen Garten mit Vogelvollière, den unser 2. Vorstand Karl-Heinz Eichhorn präsentierte.

Die Gartenbegehung im Juli im Garten von Karl-Heinz Eichhorn in Neu- Edingen war überdurchschnittlich gut besucht und wurde von Herrn Schlaich aus Brühl in bewährter Art und Weise durchgeführt. Am 29. September veranstaltete der Obstbauverein eine Lehrfahrt nach Ludwigsburg zum „Blühenden Barock“, verbunden mit der weltgrößten Kürbisausstellung. Die 50 Karten für den Bus waren in wenigen Tagen vergriffen. Diese Lehrfahrt war ein voller Erfolg.

Einen Höhepunkt erlebten die anwesenden Mitglieder währen der Jahreshauptversammlung am 8. Dezember 2013, als gleich zwei Mitglieder des Vereins geehrt wurden.

Martin Eichhorn wurde für 60jährige Mitgliedschaft vom Landesverband mit dem golden Apfelbäumchen mit Goldlaub ausgezeichnet. Lothar Maruer wurde für 50 Jahre Mitgliedschaft mit dem silbernen Apfelbäumchen ebenfalls vom Landesverband ausgezeichnet und wurde zum Ehrenvorsitzenen des Vereins ernannt. Somit hat der Obst-und Gartenbauverein 2 Ehrenvorstände mit Herrn Martin Eichhorn und Herrn Lothar Maurer.

Der Verein ist stets darauf bedacht junge Mitglieder in unser Vereinsleben einzubinden. So war es eine logische Folge, dass der Obst- und Gartenbauverein Friedrichsfelde ins Netz ging. Ende Januar 2014 war es dann soweit: Der Obstbauverein ist im Internet ! Jeder der sich für den Obst-und Gartenbau interessiert findet uns unter ogvfriedrichsfeld.wordpress.com . Unsere sehr ausführlichen Internetseiten geben umfangreichen Aufschluss über die vielfältigen Aktivitäten des Vereins. Somit ist die Voraussetzung geschaffen, dass auch junge Mitbürger den Weg zum Obst-und Gartenbau finden.

Dem Jahresbericht 2014 vom 1. Vorsitzenden Ludwig Mühlbauer war viel neues, erfreuliches aber auch trauriges zu entnehmen. Seit Januar 2014 hat der Obst-und Gartenbauverein den Familienbeitrag eingeführt. Das bedeutet, dass eine Familie bestehend aus zwei Personen einen Jahresbeitrag von Euro 18,00 entrichten muss, aber auch Familien mit 2 Kindern unter 18 Jahren ebenfalls in den Genuss von Euro 18,00 Jahresbeitrag kommen. Somit ist die Voraussetzung geschaffen, mehr und vor allem junge Mitglieder in unseren Verein aufzunehmen. Unser Internetauftritt hat voll eingeschlagen. Nicht weniger als 3.800 Besucher in den ersten 11 Monaten haben unsere Webseiten mit den diversen Beiträgen besucht. Wenn man nun bedenkt, dass in erster Linie junge Besucher die Seiten anklicken, darf man damit rechnen, dass sich in Zukunft der eine oder andere junge Garteninteressent unserem Verein anschließen wird. Leider haben wir auch eine sehr traurige Nachricht: Unser langjähriges Mitglied im Vorstand, Hilde Volz ist verstorben. Sie hinterlässt eine große Lücke, denn Hilde Volz hatte viele Arbeiten, was die Mitgliederbetreuung betrifft, übernommen.

Im November 2014 wurde Frau Annette Lentz in den Vorstand als Beisitzerin aufgenommen und somit die Lücke die Frau Hilde Volz hinterließ gleich wieder geschlossen. Das Spezialgebiet von Frau Lentz sind die Kräuter.

Die Aktivitäten des Vereins waren auch im Jahre 2014 wieder sehr vielfältig. So wurde der Sommertagszug mit einem wunderschön mit vielen diversen Blumen von Karl-Heinz Eichhorn als der schönste Wagen von der zahlreichen Bevölkerung bezeichnet. Auch der Informationsstand am Hause von Ludwig Mühlbauer wurde sehr gut besucht. Ende Oktober unternahm der Obstbauverein eine Lehrfahrt zur Chrysanthema nach Lahr. Der Bus mit 50 Personen war in wenigen Tagen ausgebucht. Die zahlreichen Schneidekurse waren wie immer sehr gut besucht und sind auch bei den Gartenfreunden aus den benachbarten Gemeinden sehr beliebt. Eine besondere Ehre wurde unserem Ehrenvorstand Lothar Maurer zu teil, ihm wurde der Honoris-Bürgerpreis verliehen. Die gesamte Obstbaugemeinde gratuliert Lothar zu dieser Auszeichnung. Ebenfalls eine sehr schöne Auszeichnung mit Urkunde erhielt Karl-Heinz Eichhorn für 50-jährige Mitgliedschaft. Die Auszeichnung wurde vom 1. Vorsitzenden des Bezirksverbandes Herrn Sven Stein und dem 1. Vorstand des Obst-und Gartenbauvereins Friedrichsfeld Ludwig Mühlbauer vorgenommen. Wir gratulieren Herrn Eichhorn für seine lange Mitgliedschaft herzlich. So ging eine erfolgreiches Gartenjahr 2014 mit der Jahreshauptversammlung und mit der gleichzeitigen Weihnachtsfeier zu Ende.

Am 27. Januar 2014 ging der Obst-und Gartenbauverein ans Netz. Wir sind im Internet ! Unsere Internetadresse lautet: ogvfriedrichsfeld.wordpress.com. Auf unseren vielseitigen Webseiten sind alle Aktivitäten des Verein, begleitet von interessanten Beiträgen und Fotos aufgeführt bzw. dargestellt. Der Erfolg für den Obst-und Gartenbauverein stellte sich schnell ein. Bereits im ersten Jahr verzeichneten wir 4.205 „Besucher“ auf unserer Webseite. Ein großartiger Erfolg. Für die Webseiten und deren Inhalt sowie für die Fotos wurde Wolfgang Weinkötz beauftragt. Auch in diesem Jahr unternahm der Obst-und Gartenbauverein eine Lehrfahrt. Diesmal ging es zur Wilhelma nach Stuttgart. Wir hatten uns den heißesten Tag des Jahres „ausgesucht“ mit über 40 Grad im Schatten. Aber auch in diesem Jahr war die Lehrfahrt ein voller Erfolg.

Zum ersten Mal veranstaltete der Verein eine „Gartenparty“ für Kinder. Vorstandsmitglied Annette Lentz stellte zusammen mit ihrer Familie ihren Garten zur Verfügung und einige Vorstandsmitglieder halfen den 20 anwesenden Kindern beim Gärtnern. Alle Kinder waren hell begeistert und von Anfang an bei der Sache. Der Erfolg dieses „gärtnern“ mit Kinder gibt uns Anlass, dies auch nächsten Jahr zu wiederholen.

Am kommenden Sonntag, den 06. Dezember 2015 haben wir die diesjährige Jahreshauptversammlung verbunden mit unserer Weihnachtsfeier. Für einen Lichtbildervortrag über den Vogel des Jahres, den Stieglitz, konnten wir Herrn Paul Hennze gewinnen. Auch werden wir wieder die im letzten Jahr eingeführten „Glückslose“ an jedes anwesende Mitglied oder Familie verteilen. Zu gewinnen gibt es wie im letzten Jahr Äpfel in Siegfried Bock, Honig vom Imker und Weihnachsterne, die Karl-Heinz Eichhorn besorgt. Die Ausschmückung des Saales beim TV Friedrichsfeld mit Äpfeln über nimmt wieder Siegfried Bock. Erfreulich ist auch in diesem Jahr wieder die Resonanz für unsere Website im Internet. Nicht weniger als 8750 Interessenten haben unsere Beiträge in knapp zwei Jahren aufgerufen. Ein schöner Erfolg, der uns hoffen lässt, dass durch den Internetauftritt auch junge Gartenfreunde den Weg zu uns finden und Mitglied in unserem Verein mit den immer älter werdenden Mitgliedern werden.

Das Jahr 2016 begann wie die Jahre zuvor, mit dem Schneidekurs für Kernobst im Garten von Lothar Maurer. Der Besuch war mit 36 Teilnehmern sehr gut. Durch unseren Hinweis auf diesen Kurs im Mannheimer Morgen, kamen auch Interessenten aus dem Stadtgebiet. Ebenfalls gut besucht war der Kurs nur für Frauen, der von der Baumfachwartin Maria Artner aus St. Leon/Roth durch geführt wurde und ebenfalls eine sehr gute Resonanz fand. Die Lehrfahrt 2016 führte uns nach Zweibrücken in den herrlichen Rosengarten. Der Bus mit 54 Teilnehmern war sehr schnell belegt und die Lehrfahrt war auch wieder in voller Erfolg. Der Tag der offenen Gartentür bei Karl-Heinz Eichhorn ist für unseren Verein der absolute Höhepunkt im Gartenjahr. Über 400 Besucher kamen um die wunderschöne Anlage der Familie Eichhorn zu bewundern. Der erweiterte Kräutergarten mit über 40 verschiedenen Kräutern fand großen Beifall. Besonders der „Stand“ von Annette Lentz, die fertigen frischen Tee ansetzte und an die Teilnehmer ausgab, fand großen Anklang und wird auch in den kommenden Jahren einen festen Bestandteil des Tages der offenen Gartentür haben. Natürlich nahmen wir auch wieder am Sommertagszug teil, der wiederum als der schönste Wagen von der Friedrichsfelder Bevölkerung auserkoren wurde. Der Informationsstand am Haus von Ludwig Mühlbauer fand nicht das erhoffte Interesse. Da müssen wir uns für das Jahr 2017 etwas neues einfallen lassen. Seit Jahren haben wir in diesem Jahr keine Gartenbegehung im Garten von Karl-Heinz Eichhorn durchgeführt, da das Interesse ein Jahr zuvor einfach zu gering war. Trotzdem ist die Begehung für das Jahr 2017 wieder fest eingeplant. Alle durchgeführten Schneidekurse waren immer gut bis sehr gut besucht. Besonders die Apfelernte in der Apfelbaumanlage von Siegfried Bock war ein Highlight, obwohl die Ernte in diesem Jahr geringer ausfiel. Jedenfalls war Siegfried in diesem Jahr mit dem Ertrag nicht zufrieden, was auch auf einen sehr heißen Sommer zurückzuführen war. Die Weihnachtsfeier 2016 mit Neuwahlen ging sehr schnell über die Bühne. Eine Veränderung brachte das Ausscheiden von Herrmann Muck als Beiratsmitglied. Ein Ersatz wurde bewusst nicht bestellt. Auch der bereits erwähnte Übergang von Gerhard Schmitt als Kassier auf Annette Lentz ging reibungslos über die Bühne. Gerhard Schmitt bleibt unserem Verein als Beirat erhalten. Somit hat der Verein weiterhin 4 Beiratsmitglieder einen 1. und 2. Vorstand, einen Schriftführer und eine Kassiererin. Es ist besonders zu erwähnen, dass in diesem Jahr wieder einige Mitglieder altersbedingt verstorben sind. Durch neue Mitglieder konnte aber der Mitgliederbestand von 124 Mitgliedern erhalten werden. Ein ganz besonders herber Verlust im Jahre 2016 war der Tod unseres Ehrenmitglieds und Ehrenvorstandes Martin Eichhorn. Wie kein anderer hat Martin Eichhorn unseren Verein über viele Jahre geführt und geprägt. Die gesamte Gartenbaufamilie trauert um unseren Ehrenvorstand, der im gesegneten Alter von 97 Jahre von uns ging.

Erstmals in diesem Jahr führten wir im September einen Kurs für unsere kleinen Gärtner durch und zwar war Kürbisschnitzen im Garten von Annette Lentz angesagt. Die große Teilnehmerzahl bestärkte unser Vorhaben, in Zukunft öfter für unsere kleinen Gärtner solche oder ähnliche Nachmittage durchzuführen. Es war jedenfalls ein voller Erfolg.

So langsam neigt sich ein arbeitsreiches Jahr mit vielen Schneidekursen, die allesamt sehr gut besucht waren, dem Ende zu. Die Jahreshauptversammlung mit Weihnachtsfeier steht bevor. Dieses Jahr sind keine Wahlen, nur die Kassiererin Annette Lentz wird ihren ersten Vortrag über den positiven Kassenstand den Mitgliedern mitteilen. Das Jahr 2017 mit dem Höhepunkt „Tag der offenen Gartentür“ geht nun zu Ende.

Wie jedes Jahr gehen wir auch das kommende Jahr 2018 an. Wir bieten unseren Mitgliedern und Freunden des Obst-und Gartenbaus diverse Kurse in den Gärten von Karl-Heinz Eichhorn, Lothar Maurer und Siegfried Bock an. Die Kurse sind wie jedes Jahr gut besucht und das Interesse wächst von Jahr zu Jahr zumal nun auch die Gartenfreunde aus dem Stadtgebiet Mannheim immer öfter den Weg zu uns finden.

Als ersten Höhepunkt ist der Frühlingsumzug, wo wir wieder den Frühlingswagen stellen, der Jahr für Jahr als der schönste Wagen von der Bevölkerung beurteilt wird. Vor dem Haus unseres 1. Vorstandes haben wir einen Informationsstand aufgebaut, der die vielfältigen Tätigkeiten unseres Vereins herausstellt.

Die Lehrfahrt in diesem Jahr führte uns in den Palmengarten nach Frankfurt/Main. Der Bus war in wenigen Tagen komplett ausgebucht. Auch diese Fahrt wurde sehr gut beurteilt und von den Sehenswürdigkeiten im Palmengarten war jeder von uns sehr angetan. Der Tag der offenen Gartentür Ende Juni im Gartenvon Karl-Heinz Eichhorn war wieder ein voller Erfolg. Insbesondere die über 40 Kräuterarten fanden reges Interesse, zumal Frau Annette Lentz in ihrem „Teehaus“ den Gästen verschiedene Teearten zum probieren anbot. Wir freuten uns über den Besuch von ungefähr 400 Gartenfreunden. Auch in diesem Jahr kamen unsere kleinen Gärtner in den Genuss im Garten von Familie Annette Lentz das Kürbisschnitzen durchzuführen und waren wie jedes Jahr mit Begeisterung bei der Sache. Zum Abschluss des Jahres fand wie in jedem Jahr die Jahreshausptversammlung mit Weihnachtsfeier statt. Eine ganz besondere Überraschung hatte unser 1. Vorstand parat indem er den 2. Vorstand Karl-Heinz Eichhorn zum Ehrenmitglied ernannte. Eine Ehre, die sich Karl-Heinz redlich verdiente. So klang auch dieses Jahr 2018 in Harmonie aus.