Das Pflanzbeet

Das Pflanzbeet

-planen und anlegen-

Das Anlegen von Beeten im Garten sollte niemals wahllos oder nach Augenmaß geschehen. Es ist doch einiges zu bedenken, will man Fehler vermeiden, die im Laufe des Gartenjahres nicht mehr gutzumachen sind.

Grundsätzlich sollten zwischen den einzelnen Beeten etwa 30 cm Bodenraum dem Trittpfad vorbehalten werden, und aauch Himmelsrichtung und Lage der Beete sind bei der Planung zu berücksichtigen. Am besten werden Beete quer zur Hauptwindrichtung angelegt. Herrscht beispielsweise vorwiegend Westwind, müssen die Beete in Nord-Süd-Richtung verlaufen.

Dass das Gemüseland so sonnig wie möglich liegt, ist selbstverständlich. Hier werden die Beete abgesteckt, und an der gespannten Schnur entlang wird der Trittpfad schuhbreit eingetreten. Durch Ausschaufeln der Pfade entstehen zu hohe Beetkanten, an denen die Erde rasch austrocknet. Nur in niederschlagsreichen Gebieten können die Wege etwas tiefer liegen. In diesem Fall werden die Beete schneller entwässert, besser erwärmt und durchlüftet. Um schmutzige Schuhe zu vermeiden, wird man die Beetwege möglichst mit Brettern oder besser noch mit Trittplatten auslegen.

Wie groß ein Pflanzbeet geplant wird, richtet sich nach der Armlänge des jeweiligen Hobbygärtners. Als Faustregel ist eine Brseite von 1,10 bis 1,20 Meter üblich. Erleichtert wird das Abmessen gleichmäßiger Beete, wenn man von Wegkante zu Wegkante einen Rechen- oder Spatenstiel legt, an dem eine Markierung die Beetbreite anzeigt. Auch Blumenrabatten wird man nur so breit anlegen, wie man von beiden Seiten bequem bis zur Mitte heranreicht, um Pflegemaßnahmen durchzuführen.

Runde oder ovale Beete sollten ebenfalls von der Mitte bis zur Breitkante mit dem Arm gut erreichbar sein. Man muss rundherum bequem jäten können, ohne in das Beet hineinzutreten oder sich den Arm halb auszurenken.

Eine gleichmäßige Rundung für Zierbeete lässt sich leicht erreichen, indem man das eine Ende der Pflanzschnur an einen Holzpflock bindet und es in die geschätzte Mitte des Beetes steckt. Mit einem an dem anderen Ende der Schnur befestigten spitzen Holz wird nun ein Kreis gezogen. Die Länge der Schnur entspricht also dem halben Durchmesser des gewünschten Rondells.

Vorbereitung des Pflanzbeetes heißt aber auch Vorbereitung des Bodens und Aufstellung eines Bepflanzungsplans. Leichte Böden werden mit Torf durchsetzt, um die Feuchtigkeit besser zu halten. In schweren Böden lockert Torf die Erde auf. Auch Schaumstoff-Flocken können eingearbeitet werden, wie Hygromull und Styromull.

Der Beplanzungsplan für Beete spielt im Hinblick auf die vielen Düngemöglichkeiten nicht nur wegen des Nährstoffentzuges eine Rolle, sondern vor allem wegen der Ansteckungsgefahr durch Pilzkrankheiten und der Ausbreitung von Schädlingen im Pflanzbeet. Die im Boden verbleibenden Keime und überwinternde Stadien von Pflanzenschädlingen finden bei Wiederkehr der gleichen Frucht sofort die ihren zusagende Wirtspflanze vor.

Sind im Sommer die Beete von der ersten Frucht geräumt, werden Pflanzenrückstände entfernt, die Erde des neuen Pflanzbeetes wird gut gelockert und glatt gerecht. Lockeren Gartenboden oder wenig tiefe Bodenschichten über Kies nur flach bearbeiten oder mit dem Kultivator durchziehen.

Zur Neuherrichtung eines Pflanzbeetes im Sommer möglichst keinen Spaten, sondern die Grabgabel verwenden. So lässt sich Unkraut besser auslesen, und außerdem wird das Zerschneiden weitreichender Wurzteile vermieden.

Mehr über den Obst-und Gartenbauverein Friedrichsfeld erfahren Sie unter www.ogv-friedrichsfeld.de

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