Thuja – Lebensbaum

Der Name Lebensbaum kommt vom lateinischen „Arbor vitae“, wie man ihn bereits im 18. Jahrhundert genannt hat. Die Bezeichnung beruht wahrscheinlich auf der Tatsache, dass damals dem Baum Heilkräfte zugeschrieben wurden.

Bereits etwa 1550 wurde der Abendländische Lebensbaum in Europa eingeführt und ist seither überall verbreitet. Seine ursprüngliche Heimat ist jedoch Nordamerika und Ostasien, wo diese Gattung mit ihren einhäusigen Blüten in sechs Arten verbreitet ist. Es sind immergrüne Bäume und Sträucher, deren Borke schuppenförmig ist. Der Wuchs ist pyramidal. Die Lebensbäume zeigen in der Rgel schuppenförmige übereinandergeschichtete Blätter, die wechselweise als Flächen- und Kantenblätter ausgebildet sind. Der aus acht bis zwölf kreuzständigen Schuppen bestehende Kugelzapfen strömt einen intensiven Geruch aus. Desgleichen auch die Schuppenblätter, wenn sie gerieben werden.

Wie junge und erwachsene Nadelbäume häufig verschiedene Nadeln aufweisen, ist dieser Unterschied auch bei dem Lebensbaum (Thuja) stark ausgeprägt. So sind die Blätter junger Pflänzchen nadelförmig. Mit dem Wachstum entwickeln sich daraus Schuppenblätter. Bei einigen Arten der Gattung Thuja ist es gelungen, die Nadelblätter der Erstlingstriebe durch fortgesetzte Stecklingsvermehrung unverändert beizubehalten. Diese Pflanzen weisen auch im Alter noch die Blätter des Jugendstadiums auf. Der Lebensbaum, ein Zypressengewächs läßt sich von der verwandten Scheinzypresse leicht durch seine eiförmigen Zapfen unterscheiden.

An Klima und Boden, sofern dieser feucht genug ist, stellen Lebensbäume keine großen Ansprüche. Jedoch leiden sie leicht unter Dürre, wenn sie auf trockenem Standort stehen. Besonders prächtig gedeihen sie auf ständig-lehmigem, feuchtem Boden. Die Vermehrung kann durch Aussaat nach Samenreife ins Freiland erfolgen, ebenso durch Stecklinge oder Ballen aus Baumschulen. Für Hecken sollen etwa fünf Pflanzen auf einen Meter kommen.

Vorsicht:  Thuja leiden zur Zeit sehr stark unter dem aus dem Mittelmeerraum zu uns gewanderten THUJA – BORKENKÄFER !!

befallene Gehölze von Thuja-Hecke entfernt !

Befallen sind die Lebensbäume, Scheinzypressen, Wachholder und Bastardzypressen. Die Käfer sind ca. 1,5 bis 2,8 mm groß und braunschwarz gefärbt. Dieser Käfer befällt vorzugsweise Gehölze, die durch die Trockenheit geschwächt sind. Bei Befall sollten bedrohte Triebe und Äste herausgeschnitten werden.

     Die Bekämpfung mit Pfanzenschutzmitteln ist zwecklos !

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