Hilfreiche Hochbeete- Gärtnern ohne Bücken

Gartenarbeit ist erwiesenermaßen gesund, kann aber „ins Kreuz“ gehen und die Knie strapazieren. Mit Hochbeeten lässt sich wesentlich bequemer gärtnern. In einem Hochbeet gelingen zudem höhere und auch etwas frühere Gemüseernten als im normalen Gartenbeet.

Hochbeete kann man auch mit Sommerblumen, Stauden und kleinen Ziersträuchern schmücken. Sogar attraktive Hochteiche sind möglich, mit eingebauter Wanne oder nach Auskleiden mit Teichfolie. Doch hauptsächlich werden Hochbeete für Gemüse, Kräuter und Erdbeeren genutzt. So kommt einem bei allen Handgriffen die angenehme Arbeitshöhe zugute, vom Pflanzen bis zur Ernte.

Hochbeete haben Hochkonjunktur: Das umfangreiche Angebot der Garten- und Baumärkte lässt kaum Wünsche offen, von großen Kästen bis zu Tisch- und Minihochbeeten, eckig, oval oder rund, teils auch mit Erweiterungsmöglichkeiten oder Frühbeetaufsätzen. Ob man Hochbeete aus Holz, Kunststoff, Metall, Weidengeflecht oder Gabionen wählt, ist zu einem guten Teil Geschmacksache und nicht zuletzt eine Kostenfrage. Die Qualität und Haltbarkeit hängt nicht nur vom Material ab, sondern auch von der Verarbeitung sowie vom Standort im Garten.

Hochbeete werden am besten im Herbst errichtet und befüllt, damit sich bis zum Frühjahr alles gut setzt. Als Erstes wird das Behältnis mit einem engmaschigen Drahtgitter ausgelegt, das man an den Seiten rund 20 cm hochzieht, zum Schutz vor Wühlmäusen. Die übliche Hochbeetfüllung besteht meists aus drei, je etwa 20-30 cm hohen Schichten: die unterste aus grobem Material wie zerkleinertem Gehölzschnitt für guten Wasserabfluss; die mittlere aus verschiedenen Gartenabfällen, vermischt mit halb reifem Frischobst; die oberste aus Gartenboden, angereichert mit fertigem Kompost, oder aus gekaufter Pflanzenerde. Beim Zersetzen der unteren Schichten fließen immer wieder Nährstoffe nach; zudem fördert die Verrotungswärme eine frühe Pflanzentwicklung. Allerdings sackt die Füllung teils stark ab, muss anfangs ergänzt und nach rund fünf Jahren komplett erneuert werden. Man kann es sich auch etwas einfacher machen: mit einer rund 30 cm hohen Dränage aus Schotter, Kies oder kräftigen Ästen; darüber kommt dann gute Erde, die regelmäßig mit Kompost und Dünger aufgefrischt wird.

Allgemein gilt eine Hochbeethöhe von 80 cm als ideal. Bis 160 cm Körpergröße arbeitet man allerdings auf 70 cm Höhe bequemer und sehr große Gärtner erhöhen besser auf 90-100 cm. Wer auf einen Rollstuhl angewiesen ist, kann im Fachhandel unterfahrbare und Tischhochbeete in passender Höhe (ab 65 cm) finden. Die normale Gartenbeetbreite von 120 cm ist auch bei Hochbeeten günstig; ebenso die üblche Beetlänge von 150-200 cm, die den Zugang von allen Seiten erleichtert.

 

 

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